Wenn wir von ergonomischem Design sprechen, meinen wir eine optimierte Schnittstelle zwischen „Mensch und Maschine“. Ergonomisches Design umfasst im eSticky-Projekt sowohl die physische Zugänglichkeit der Geräte als auch die Gestaltung der Benutzeroberfläche.

Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass Menschen mit Demenz besondere ergonomische Bedürfnisse haben. Denn die Krankheit macht es den Betroffenen schwer, neue Bedienmuster zu erlernen.

Zusätzlich zu den Einschränkungen der Krankheit gibt es die allgemeinen Einschränkungen des Alters. Insbesondere ist auf Einschränkungen wie Seh-, Hör- und Motorik zu achten. Deshalb sind die Touch-Bedienelemente des eSticky so gestaltet, dass ihre Bedienung sofort und intuitiv erkennbar ist. Farbe und Form des Bedienelements machen visuell wahrnehmbar, wie es gedrückt, gedreht oder anderweitig manipuliert wird.

Sehen wir uns nun im Detail an, welche ergonomischen Anforderungen an die einzelnen Hardware-Elemente des eSticky-Projekts gestellt werden.

 

Ergonomische Anforderungen an die einzelnen eSticky Hardware Elemente

Um zu verstehen, was die spezifischen Anforderungen an die Ergonomie einzelner Hardware Elemente sind, müssen wir uns auf die Norm ISO 9241 Ergonomie der Mensch-System-Interaktion beziehen.

Wenn wir über elektronische Geräte sprechen, ist einer der wichtigsten Teile der Bildschirm. Nachfolgend sehen wir, welche ergonomischen Anforderungen es erfüllen muss:

  • Bildschirmgröße und -format, die für Arbeitsaktivitäten geeignet sind;
  • Einfach zu installieren, leicht zu drehen, höhenverstellbar, neigbar;
  • Bild ohne Flimmern und Verzerrungen, glatt und stabil;
  • Gute Bildschirmhelligkeit und hoher Kontrast;
  • Hochwertige Schriftarten;
  • Gestochen scharfe, klare und ausreichend große Schriftarten;
  • Matte, blendfreie Oberfläche und Leuchtkörper zur Vermeidung störender Reflexionen;
  • GS-Konformitätszeichen und TCO-Prüfsiegel – ist international anerkannt für Sicherheit und Nachhaltigkeit und bringt viele Wettbewerbsvorteile.

Zu diesem letzten Punkt muss betont werden, dass das GS-Prüfsiegel (geprüfte Sicherheit) in Deutschland nicht zwingend ist, aber einen internationalen Wettbewerbsvorteil bringt. Das Gütesiegel wird erlangt nach:

  • Elektrische und mechanische Sicherheitsprüfungen;
  • Funktionale Sicherheitstests, Dauertests und vieles mehr;
  • Prüfung auf Chemikalien und Schadstoffe;
  • Tests zu ergonomischen Aspekten;
  • Messung von Geräuschemissionen.

Schließlich enthält ISO 9241 Teil 3 die folgenden Anforderungen an die visuelle Anzeige:

  • Design-Betrachtungsabstand: Blickwinkel, Blickwinkel;
  • Zeichenhöhe;
  • Wortabstand: Zeilenabstand, Linearität, Displayhelligkeit;
  • Leuchtdichte Abgleich: Blendung, Bild Polarität, Leuchtdichte Gleichmäßigkeit, Leuchtdichte Codierung, Blink Codierung;
  • Zeitliche Instabilität (Flimmern);
  • Räumliche Instabilität (Jitter);
  • Farbe des Bildes auf dem Bildschirm.

 

Anforderungen an den Feedback-Button

Ein weiteres sehr wichtiges Hardwareteil ist der sogenannte Feedback-Button. 

Hier sind die Gestaltungsrichtlinien für die Tastenergonomie:

  • Angemessenheit: Das Eingabegerät muss dem Benutzer, seinen Tätigkeiten und seiner Arbeit entsprechen; 
  • Bedienbarkeit: Die Benutzung sollte vorhersehbar und konsistent sein; 
  • Vorhersagbarkeit: Es sollte den Erwartungen des Benutzers entsprechen;
  • Konsistenz: Die Tasten sollten sich in ähnlichen Situationen gleich verhalten; 
  • Benutzerkompatibilität: Das Design sollte den Fähigkeiten der Benutzer entsprechen;
  • Feedback: Das Gerät sollte den Benutzer wissen lassen, wann es auf seine Aktionen reagiert; 
  • Kontrollierbarkeit: Das Gerät sollte reaktionsfähig sein; 
  • Biomechanische Belastung: Sie sollte so gering wie möglich sein.

ISO 9241 Teil 4 enthält die folgenden Themen im Zusammenhang mit der Feedback-Taste. Erstens: Das allgemeine Design der Tastatur und der Tasten muss Elemente wie folgende beinhalten 

  • sichtbare Tastenoberflächen; 
  • Neigung der Tastatur;
  • Einstellung der Tastaturneigung.

Das Tastendesign umfasst Elemente wie: 

  • Tastenanordnung; 
  • Tastenverschiebung und Tastenkraft; 
  • Rückmeldung beim Tippen:
  • Prellvorgang; 
  • Cursortasten; 
  • numerische Tastatur; 
  • Form der Tastaturabdeckung.

 

Interaktionsprinzipien

Wir erörtern die Prinzipien der Interaktion zwischen einem Benutzer und einem System, die allgemein formuliert sind, d. h. unabhängig von Nutzungssituation, Anwendung, Umgebung oder Technologie.

Das ISO-Dokument bietet einen Rahmen für die Anwendung dieser Interaktionsprinzipien und allgemeine Gestaltungsempfehlungen für interaktive Systeme:

  • Angemessenheit der Aufgabe; 
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit;
  • Konformität mit Erwartungen;
  • Erleichterung des Lernens;
  • Kontrollierbarkeit;
  • Fehlertoleranz;
  • Anpassbarkeit.

Um mehr über dieses Thema zu erfahren, empfehlen wir die Lektüre des Artikels User Stories: Primäre und sekundäre Benutzerinteraktion mit eSticky.

 

Ergonomische Anforderungen: materialien

Materialien für die Zielgruppe der Menschen mit Demenz müssen bestimmte Eigenschaften aufweisen. So müssen insbesondere die Oberflächen der Materialien blendfrei sein. Das kann bedeuten, dass ein glänzendes Material nicht geeignet ist, obwohl es ein gutes Zusammenspiel mit anderen Materialien ermöglicht. Daher sollten die Geräte eine matte Oberfläche haben. 

Die Haptik des Materials ist für den Nutzer ebenso wichtig. Es sollte Vertrauen durch einen sicheren Griff vermitteln. Aus diesem Grund wird die Verwendung einer weichen, gummiartigen Kunststoffschicht empfohlen. Diese Art von Material ermöglicht einen besseren und sichereren Griff. 

Gleichzeitig fühlt sich ein Kunststoffmaterial in der Regel nicht so wertvoll an wie z. B. ein Naturmaterial. Aus diesem Grund sind natürliche Materialien wahrscheinlich die beste Wahl.